15. Oktober 2017

Herbstzeit {Zusammenfassung der letzten Wochen}

Hallo ihr Lieben

Ich mach mich ziemlich rar hier. 
Aber in letzter Zeit schaff ich es einfach nicht mehr mich hier mehr blicken zu lassen.
Dabei hätt ich euch so vieles zu zeigen. 
Aus diesem Grund dacht ich mir, dass es heute mal ne kleine Zusammenfassung gibt, was in den letzten Wochen bei mir so passiert ist. 







Meine Kleine ist nun seit Mitte August im Kindergarten, der Grosse in der Schule und ich dachte mir, dass ich dann mehr Zeit hätte für mich, für den Blog, fürs kreativ sein und so. 
Aber das ist weit gefehlt. 
Die Vormittage flitzen nur so dahin. 
Der Haushalt muss ja auch gemacht werden, gell. 

Die ersten 6 Schulwochen sind nur so dahin geflogen und schon standen wieder Ferien auf dem Programm. 
Wir durften eine wunderschöne Woche in Österreich in einem Familien- und Wellnesshotel verbringen, die Berge geniessen, vom immensen Angebot an Freizeitbeschäftigung profitieren und es uns gut gehen lassen. 





Nach den Ferien hab ich mich in der Küche kreativ ausgetobt. 
Hab das erste Mal einen hübschen Zwetschgenpie gemacht. 
Es brauchte seine Zeit den Teig so zu flechten und zu verzieren.
Aber es hat Spass gemacht und ich hatte anschliessend sehr viel Freude die kleinen Kuchen zu fotografieren. 
Da geht mein Herz auf.




Dann war ich innert kurzer Zeit zwei Mal im Schlaraffenland für einen Fotoauftrag. 
Ich durfte hübsche Sachen ins rechte Licht rücken und alles mit meiner Kamera festhalten. 
Es ist immer wieder eine Freude dort zu sein und mit der lieben Esther zu arbeiten. 
Und wenn dann noch so tolle Bilder entstehen, muss ich sagen, ich liebe meinen Job!








Letze Woche fand erneut ein Foodstyle-Fotoworkshop statt. 
Es war ein sehr kurzweiliger Tag und es war so schön zu sehen, dass die Teilnehmer so glücklich über ihren Erfolg waren
Ich bin dafür den halben Vortag in der Küche gestanden und hab eine Nutella-Haselnuss-Espressotorte gebacken (Rezept ist hier) und ein Herbstdessert gezaubert. 

Die so sympathische Rita, die übrigens einen sehr langen Weg auf sich genommen hat um dabei zu sein, hat diesen Tag mit ihren Bildern in einem Blogpost zusammengefasst. 
Schaut doch kurz bei ihr vorbei. 





In der letzten Ferienwoche haben wir das tolle Herbstwetter genossen, waren viel draußen und haben Schätze in der Natur gesammelt. 
So ist auch dieses große Blatt einer Roteiche mit uns nach Hause gekommen. 
Zuhause hab ich es mit einem weißen Permanentmaker beschriftet. 
Meine ersten Versuche im Handlettering...





Kommende Woche hat mein lieber Mann Geburtstag. 
Da wird ganz sicher wieder gebacken. 
Was, weiß ich noch nicht genau.

Und dann ist am 25.10. nochmals ein Foodstyle-Fotoworkshop
Der Letzte in diesem Jahr.
Auch da wird es herbstlich. Hierfür weiß ich schon genau was ich backen werde. 
Das Bild seh ich schon vor meinem inneren Auge und ich freue mich sehr auf diesen Tag. 

Einen Platz für diesen letzten Fotoworkshop hab ich noch zu vergeben. 
Und ich ermutige an dieser Stelle gerne auch Anfänger sich diesen Workshop zu gönnen.
Und sich das zuzutrauen. 
Ich werde in einem theoretischen Teil alles so einfach wie möglich erklären.
Und der Großteil wird dann aus dem praktischen Teil bestehen. 
Ihr braucht keine Angst davor zu haben.
Ich steh dir mir Rat und Tat zur Seite. 
Alle Infos findest du auf meiner Homepage hier
Selbstverständlich werden wir am Ende unsere leckeren Models noch verkosten.

So, das war es auch schon wieder. Ich hoffe, meine Zusammenfassung der letzten paar Wochen hat euch gefallen. 

Herbstliche Grüsse & bis bald

Gabriela












22. September 2017

Naked Cake Hochzeitstorte

Hallo ihr Lieben



Vergangenes Wochenende hatte ich die Ehre eine Hochzeitstorte zu machen. 
Der Wunsch des Brautpaares war ein Naked Cake. 




Naked Cakes sind ja schon seit längerem voll im Trend.
Ich fand diese nackigen Kuchen bis anhin aber ziemlich unspektakulär und hab ihnen nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.
Jetzt hat sich meine Meinung dazu aber geändert.

Durch die Kombination von luftigem Biskuit und cremiger Füllung ist die Torte perfekt für Geburtstage und einzigartige Momente.
Vom Aussehen her ist die Torte auf das Wesentliche reduziert und dadurch absolut puristisch.
Aus diesem Grund darf die Deko gerne auch etwas üppig ausfallen und kann aus frischen Blumen oder natürlich auch aus frischen Beeren bestehen.

Ich hab lange nach dem perfekten Rezept gesucht und mir Gedanken gemacht.
An meinem Geburtstag hab ich dann einen Testlauf gemacht.
Aber dieses Naked Cake damals hat mich nicht so ganz überzeugt.
Deswegen hab ich weiter am Rezept gefeilt.
Das hat sich dann auch gelohnt.
Die Hochzeitstorte hat wahnsinnig lecker geschmeckt.
Crèmig, fruchtig, leicht.
Und deswegen geb ich euch gerne das Rezept weiter.




Für die Biskuitböden braucht es: 

360 g Weissmehl
2 TL Backpulver
2 Prisen Salz
350 g Butter (Zimmertemperatur)
300 g Zucker
2 TL Vanille - Paste 
6 Eier
3 EL Milch


Und so wird's gemacht: 

Die Butter, Zucker und Vanille-Paste mit der Küchenmaschine ca. 5 Minuten schaumig schlagen. 
In dieser Zeit den Backofen auf 175 C° Ober- und Unterhitze vorheizen. 
2 Backformen mit einem Durchmesser von 20 cm einfetten und komplett mit Backpapier auslegen.
Nun der Buttermasse nach und nach die Eier hinzufügen und gut verrühren.
Weissmehl, Backpulver und Salz mischen und zur Butter-Eimasse geben.
Zum Schluss noch die Milch dazu geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Den Teig gleichmäßig auf beide Formen aufteilen und 35 - 40 Minuten in der Mitte des Ofens backen. 
Stäbchenprobe machen. 
Die Biskuits etwa 10 Minuten in der Form auskühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.
Das Backpapier entfernen und "auf dem Kopf" komplett auskühlen lassen. 
Am besten lässt man das Biskuit in Frischhaltefolie eingepackt eine ganze Nacht im Kühlschrank ruhen.

Am Folgetag werden beide Biskuits horizontal in zwei gleich große Teile geschnitten und falls notwendig begradigt.
Somit hat man nun 4 Böden. 





Für das Frosting hab ich zwei Varianten gemacht. 
Einerseits ein helles Frosting für die Außenseite und ein Truffefüllung für innen. 

Für das Mascarpone- Frosting für aussen braucht es: 

300 g Mascarpone
2,5 EL Puderzucker
240 ml Vollrahm

Und so wird's gemacht: 

Mascarpone mit dem Puderzucker kurz verrühren.
Den Vollrahm hinzufügen und so lange mit der Küchenmaschine schlagen bis ein kompaktes und streichfähiges Frosting entstanden ist. 
Das Frosting in einen Spritzsack mit einer Lochtülle füllen. 


Für die Schokoladen -Truffefüllung braucht es: 

70g Zartbitter Schokolade 
150 g Vollrahm
300 g Mascarpone
4 EL Nesquik

Und so wird's gemacht: 

Die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Den Vollrahm steif schlagen.
Mascarpone in einer Schüssel kurz rühren und das Nesquik unterrühren.
Nun die geschmolzene Schokolade und danach den Rahm unter die Mascarpone ziehen. 
Alles kurz vermischen und in einen Spritzsack mit einer Lochtülle füllen.

Für die fruchtige Note braucht es: 

100g frische oder aufgetaute Himmbeeren
2 EL Frooggies Fruchtpulver Himmbeere
2 EL Zucker
2 EL Wasser
3 EL Schokoladenwürfen

Das Fruchtpulver mit Wasser und Zucker mischen und kurz zu einem Gelée aufkochen. 


Nun geht's ans Stapeln. 
Beim Stapeln der Böden muss man darauf achten, dass die Böden nicht nur perfekt gerade aufeinander liegen sondern dass auch die Außenkanten gleichmäßig übereinander und nicht leicht versetzt liegen, sonst wir der Kuchen schief.
Exaktes arbeiten ist hier angesagt.


Das Erste Biskuit wird mit der flachen Seite gegen unten auf die Tortenplatte gelegt. 
Mir dem hellen Frosting zieht man nun einen ca. 1 cm hohen Kreis außen am Rand vom Kuchen entlang. (Damit der Kuchen gegen aussen dann weiss ist.)
Das Innere füllt man mit dem dunklen Frosting auf und drückt einige Himbeeren in das Frosting. 
Das zweite Biskuit wird mit der Schnittstelle gegen unten darauf gesetzt. 
Erneut mit dem hellen Frosting einen Kreis außen am Rand vom Kuchen ziehen.
Innen wird nun bei dieser Schicht großzügig Himbeergelée verteilt und mit hellem Frosting aufgefüllt und die Schokoladenwürfel darauf verteilt. 
Beim Dritten Boden genau so verfahren wie beim ersten Boden. 
Das letzte Biskuit so aufsetzten, dass die flache Seite oben ist. 
Nun den Deckel komplett mit dem hellen Frosting bestreichen. 






Zu guter Letzt werden außen die Lücken aufgefüllt. 
Dabei muss man unbedingt darauf achten, dass man das Frosting nicht wie sonst zuerst großzügig aufträgt und abzieht, sondern nur in kleinen Mengen aufträgt und Schrittweise mit einem kleinen Tortenspachtel verteilt. 
So verhindert man, dass die Creme voller Kuchenbrösel ist und „schmutzig“ aussieht.

Nun muss das Naked Cake einige Stunden im Kühlschrank durchkühlen. 

Kurz vor dem Servieren wird das Naked Cake mit frischen Blumen oder Beeren & Früchten dekoriert. 
Hier eignen sich auch wunderbar saisonale Früchte. 

Ich hab meine Blumen dafür in einen Steckschaum gesteckt und diesen auf einen stabilen Deckel von einem großen Joghurt gelegt, damit er nicht mit dem Kuchen in Berührung kommt.
So kann die Dekoration vor dem Schneiden einfach weggehoben werden und die Blumen haben genügen Feuchtigkeit. 





Das Brautpaar hatte grosse Freude an der Torte und ich hab das für sie sehr gerne gemacht.

Ich danke Herr Beyeler vom Landgasthof Rohrmoos, dass ich dort noch Bilder der Torte machen durfte. 
Das Ambiente ist wunderschön und passte einfach perfekt zur Torte.
Bei diesem Restaurant ist nicht nur das Ambiente top. 
Es ist eine erstklassige Adresse wenn man richtig gut essen will.

Nun verabschiede ich mich in die Ferien. 
Eine Woche Familien- und Wellnessurlaub steht an und ich freue mich enorm auf ein paar Tage Erholung, einfach mal nichts tun und die Seele baumeln lassen.
Frisch gestärkt bin ich dann im Oktober wieder für euch da. 
Dann geht es schon bald los mit den Foodstyle-Fotoworkshops. 
Einen letzten Platz am 25.10. hab ich noch zu vergeben. 
Und wer weiß, vielleicht mach ich ja genau so eine Torte als Fotomodell. 
Alle Infos findet man hier

Bis dahin eine gute Zeit und herzlichste Grüsse



Gabriela












10. September 2017

Spätsommertarte {mit Brombeeren und Feige)


Ich liebe diese Zeit, wenn sich der Sommer langsam verabschiedet, und der Herbst sich bemerkbar macht. 
Ich mag die warmen Sommertage und die kühlen Herbstnächte. 
Wenn morgens wieder Tau auf den Wiesen liegt und sich die Bäume langsam zu verfärben beginne. 
Ich liebe den Altweibersommer!

Jetzt beschenkt uns die Natur üppig mit wunderbarem Obst und Beeren. 
Und besonders auf die frischen Feigen warte ich jedes Jahr ganz sehnsüchtig. 
Am liebsten esse ich sie ohne Schnick Schnack, wie ein Apfel. 
Aber auch auf einer Tarte oder im Salat machen sie eine gute Figur. 

Deswegen gibt es heute ein leckeres Rezept für eine Spätsommertarte





Die Kombination aus knusprigem Shortbreadboden und crèmiger Brombeere-Füllung ist so herrlich, dass man da kaum widerstehen kann. 



Für den Boden braucht es: 

250 g Mehl
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
150 g Butter kalt
1 EL Milch

So wird's gemacht: 
Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Mehl und Butter von Hand krümelig vermengen und den Zucker hinzufügen. 
Milch hinzugeben und zu einem glatten Teig kneten. 
Sollte der Teig zu trocken sein, kann man noch etwas Milch dazu geben. 
Den Teig zwischen Klarsichtfolie, damit er nicht klebt, ausrollen und danach in die Form geben (ohne Folie...).
An den Rändern andrücken und den überschüssigen Teig abschneiden. 

Ich verwende dazu die lange Form von Bakeria
Sie misst 36 x 13 cm und hat praktischerweise einen Boden den man anheben kann. 






Den Teig mit Backpapier belegen, Kirschsteine oder Backlinsen auf dem Backpapier verteilen und Teig ca. 20 Minuten bei 180°C Ober/Unterhitze blind backen.
Backlinsen und Backpapier entfernen und nochmals ca. 8 Minuten backen.
Auf einem Tortengitter abkühlen lassen.




Für die Crème braucht es: 

2,5 dl Doppelrahm
2 dl Halbrahm
1/2 Pack Rahmfestiger
1 Pack Vanillezucker
1- 2 EL Frooggies Fruchtpulver Brombeere
1 Prise Salz
Für die Deko eine Hand voll frische Brombeeren und Feigen
Puderzucker


Und so wird's gemacht:
Doppelrahm mit der Küchemaschine glatt rühren. 
Den Vanillezucker sowie eine Prise Salz hinzufügen.
1 bis 2 Esslöffel Fruchtpulver Brombeere von Frooggies hinzugeben und gut umrühren.
Halbrahm in einem separaten Gefäss mit dem Rahmfestiger steif schlagen und unter die Doppelrahm-Crème heben.
Die Crème auf dem ausgekühlten Boden verteilen. 
Kurz vor dem Servieren die Tarte mit frischen Brombeeren und Feigen dekorieren, mit Puderzucker und etwas Frooggies Fruchtpulver bestäuben und sofort servieren.





Ich wünsch euch viel Spass beim Nachbacken.

Übrigens hab ich vor ein paar Tagen wieder zwei Foodsytle-Fotoworkshops ausgeschrieben. 
Einfach weil's so viel Spass macht und ein gewisses Bedürfnis bei euch vorhanden ist, zu lernen wie man ohne grosse Hilfsmittel zu Hause solche Bilder machen kann.
Der eine Workshop ist bereits ausgebucht, am Mittwoch 25. Oktober hat es aber momentan noch zwei Plätze frei. 
Wer also nun Lust bekommen hat, sich auch mal an die Foodfotografie zu wagen und wem der Weg nach Thun nicht zu weit ist, der schaut doch mal auf meiner Homepage nach. 

Herzlichst

Gabriela