30. Mai 2018

Foodstyle-Fotoworkshop im Showroom von Emme - die Schweizer Küche {Rezept Rhabarber-Wickeltorte}

Hallo ihr Lieben

Vergangenen Samstag durfte ich, in Zusammenarbeit mit Emme - die Schweizer Küche, im wunderschönen Showroom in Langnau einen Workshop zum Thema Foodstyle und Fotografie durchführen. 
Es war ein sehr toller Tag, mit super Mädels und die Zeit ging vorbei wie im Flug. 

Miriam, die sich bei Emme - die Schweizer Küche um den Blog kümmert, hat seitens Emmeküche alles tip top organisiert und mit ganz viel Herz dazu beigetragen, dass dieser Tag unvergessen bleibt. 





Für diesen Workshop wollte ich unbedingt mal wieder ein neues Rezept ausprobieren. 

Um es vorweg zu nehmen, das Rezept ist relativ anspruchsvoll und man muss ein paar Dinge beachten. 
Wenn man das aber tut, dann kommt das Törtchen gut.  

Plant euch unbedingt genügend Zeit ein, wenn ihr dieses Törtchen machen wollt. 
Wer nicht so viel Zeit hat, kann das Rezept auch abkürzen und daraus einfach eine leckere Roulade machen. 
Die ist genauso fein wie die Torte. 
Das Spezielle an diesem Törtchen offenbart sich erst, wenn man es anschneidet...





Das Biskuits ist nicht, wie üblich, horizontal sonder vertikal. 
Als ich so eine Wickeltorte das erste Mal gesehen habe, stand sofort die Frage im Raum, wie um alles in der Welt bekommt man das Biskuit so hin. 
Im Grunde ist es aber ganz einfach. 
Man macht einfach eine überdimensional dicke Roulade und stellt diese dann auf eine Tortenplatte. 
Ganz einfach! :-)


Für die Rhabarber Wickeltorte braucht es:

Biskuit
8 Eier
180g + 45g Rohrzucker 
1 Zitrone (abgeriebene Schale und 1/2 Saft)
135 g Weissmehl
1 Prise Salz

Füllung
3 Stängel Rhabarber (so rot wie möglich)
90 ml Wasser
375 g Butter
675 g Puderzucker

Glasur
150 g Rhabarber (so rot wie möglich)
50 ml Wasser
Puderzucker







Und so wird's gemacht: 


Für die Füllung die drei Stängel Rhabarber waschen und in kleine Stücke schneiden. (Den Rhabarber nicht rüsten.) 
Mit dem Wasser zusammen in einen Topf geben und zwei Minuten bei geschlossenem Deckel weich kochen. 
Danach den Deckel entfernen, auf kleiner Stufe die Flüssigkeit vollständig einkochen und abkühlen lassen. 

In der Zwischenzeit den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Für das Biskuit die Eier trennen, Eiweiß in einer großen Schüssel sehr steif schlagen. 
180 g Rohrzucker dem Eischnee hinzufügen und weiter schlagen bis die Masse glänzt. 
In einer zweiten Schüssel die Eigelb mit 45 g Rohrzucker ca. 2-3 Minuten schlagen bis die Masse hell ist. 
Die Schale der Zitrone und den Saft einer halben Zitrone dem Eigelb hinzufügen und vermengen. 
Mehl und Salz über die Eigelbmasse sieben. 
Das Eiweiß hinzufügen und mit einem Teigspachtel unterheben. 
Nur so lange rühren bis alles vermengt ist. 
Je mehr man rührt, desto mehr Gluten entwickelt sich und umso weniger "fluffig" wird euer Biskuit. 

Die Masse reicht für ein großes und ein kleines rechteckiges Backblech. 
Die Bleche mit Wasser benetzen und mit einem Backpapier belegen. (Durch das Wasser verschiebt sich das Backpapier nicht beim Verstreichen der Masse.)
Die Masse auf die zwei Backbleche verteilen und in der Mitte des Ofens ca. 13 Minuten backen. 
Sobald das Biskuit goldgelb ist, aus dem Ofen raus holen und 5 Minuten abkühlen lassen. 
Das Biskuit mit einem sauberen Küchentuch bedecken und auf eine feste Unterlage stürzen. 
Das Biskuit liegt nun auf dem Küchentuch. 
Das Backblech und danach auch das Backpapier vorsichtig entfernen. 
Die Kanten werden nun je nach Bedarf abgeschnitten um das Biskuit zu begradigen. 
Jetzt von der kürzeren Seite her das Biskuit langsam mit Hilfe des Küchentuchs zusammen rollen und im Tuch vollständig abkühlen lassen. 
Macht euch nicht wahnsinnig wenn es ein paar kleine Risse hat. 
Die kann man später mit der Füllung ausbessern. 

Für die Füllung die Butter mit dem Küchengerät schaumig schlagen, 
Den gekochte, abgekühlte Rhabarber und den Puderzucker hinzufügen. 
Alles so lange schlagen bis eine glatte Masse entsteht. 

Das Biskuit wieder aufrollen und auf dem Küchentuch liegen lassen. 
Das Biskuit vom großen Blech der Länge nach halbieren. 
Das Biskuit vom kleinen Blech so zurecht schneiden, dass es gleich hoch ist wie die zwei anderen Biskuits. 
Die Biskuits mit 2/3 der Füllung dünn bestreichen. 
Den ersten Biskuitstreifen aufrollen und senkrecht mittig auf eine Tortenplatte stellen. 
Die anderen Streifen jeweils am vorherigen ansetzen und so die Streifen zu einer Torte "wickeln". 
Bei Bedarf kann von den Seiten ein Stück abgeschnitten werden, damit die Torte nicht zu hoch ist. 
Im Kühlschrank eine Stunde fest werden lassen.




Nun den Kuchen mit dem Rest der Füllung einkleiden. 
Am ebenmäßigsten bekommt man das hin, wenn man in dünnen Schichten arbeitet und den Kuchen immer mal wieder in den Kühlschrank stellt. 
Das Törtchen zum Schluss gut durchkühlen lassen. 

Für die Glasur den Rhabarber mit Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und köcheln lassen bis er weich ist. 
Von der Herdplatte nehmen und durch ein feines Teesieb laufen lassen. 
Dabei die Flüssigkeit auffangen. 
Die Flüssigkeit erneut durch ein Teesieb laufen lassen. 
Zum Schluss dem Saft nach und nach Puderzucker hinzufügen und mit dem Schneebesen verrühren bis eine zähflüssige Glasur entsteht. 
Mit der Glasur den Kuchen überziehen und kühl stellen. 
Die Torte eine halbe Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen.





Ich habe die Torte mit frischen Blumen verziert. 
Die Wirkung ist grandios und man muss nicht auch noch viel Zeit für die Verzierung aufwenden. 
Die Stiele der Pfingstrosen hab ich mit Haushaltspapier umwickelt, nass gemacht und danach das Ganze in Klarsichtfolie geschlagen. 
Die Blumen bleiben so einen ganzen Tag lang frisch.
Vor dem Anschneiden entfernt man die Blumen wieder und verspeist diese bitte nicht. 





Wir haben an diesem Tag an zwei unterschiedlichen Sets mit unterschiedlichen Fotomodellen fotografiert. 
Vormittags in einem hellen, freundlichen Styl und Nachmittags dann der dunkle Part.  
Für das zweite Set hab ich eine leckere Holunderblütentarte und kleine knusprige Tartelettes gebacken. 
Soooooo fein sag ich euch.
 Die müsst ihr unbedingt bald mal ausprobieren. 
Und die Tarte ist auch nicht so anspruchsvoll wie die Rhabarber-Wickeltorte. 
Das Rezept findet ihr in meinem Archiv hier







An dieser Stelle möchte ich gerne noch bei Emme - die Schweizer Küche bedanken, dass ich ihren wunderschönen Showroom für diesen Foodstyle-Fotoworkshop nutzen durfte. 
Und ein grosser Dank geht auch an die liebe Miriam. 
Sie hat für meinen Workshop eine wunderschöne Kreidetafel gestaltet die mich enorm gefreut hat. 
Und auch sonst hat sie mit ihrer ruhigen und zuverlässigen Art so zum Gelingen des Workshops beigetragen. 
Ich hab wunderbare und interessante Mädels kennen gelernt, die das alle ganz toll gemacht haben. 
Das Schönste für mich an so einem ganztägigen Fotoworkshop ist, dass man die Leute ein bisschen näher kennen lernt. 
Und natürlich ihre Freude zu sehen, wenn sie plötzlich Dinge können, von denen sie gedacht haben, dass sie diese nie lernen würden.






Der nächste Foodstyle-Fotoworkshop findet übrigens am Mittwoch 17. Oktober 2018 bei mir zu Hause statt. 
Alle Infos findet ihr hier
Der Kurs ist sowohl für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet. 

Und wenn du nun noch ein paar weitere Impressionen vom Workshop schauen möchtest, dann hüpf doch rüber auf den Blog von Emmeküche hier
Da gibt es noch ein paar Bilder von den Mädels. 



Nun wünsch ich euch eine gute Zeit. 

Herzlichst

Gabriela












Diesen Donnerstag Abend bin ich übrigens bereits wieder im Emmental anzutreffen. 
Im Schlaraffenland findet das grosse Gartenfest statt und ich darf dort die Momente mit meiner Kamera festhalten. 



Bilder Gabriela Schneider