7. Februar 2021

Der Mensch - ein soziales Wesen & Gugelhupf-Rezept

 Hallo ihr Lieben


Ich weiss nicht wie es euch geht, aber mir schlägt diese Krise zuweilen enorm aufs Gemüt.
In der Regel bin ich ein positiv denkender Mensch, ich bin gut vernetz und sozial integriert.
Doch so langsam aber sicher befallen mich Zweifel, ob das hier alles gut ist. 

Beim Versuch einen Virus in den Griff zu bekommen, laufen wir Gefahr zu vereinsamen. 
Social Distancing nennet es sich und genau das ist es auch was mir aufs Gemüt schlägt. 
Wir Menschen sind soziale Wesen. 
Das wurde mir bereits vor fast 11 Jahren vor Augen geführt, als ich Mutter wurde und von einem Tag auf den anderen plötzlich alleine zuhause war mit meinem Kind. 





Wir brauchen die sozialen, die echten Kontakte. 
Was wohl vielen von euch erst jetzt in dieser Zeit durch Home Office bewusst wurde, ist für mich schon lange ein Thema. 
Wer zuhause im Home Office arbeitet, dem fehlen viele soziale Kontakte. 
Der Arbeitsweg fällt weg und physische Bürokollegen hat man auch keine.

Ich mit meinem Einzelunternehmen bin eine One-Man-Show.
Ich habe kein Team, niemanden mit dem ich Projekte besprechen kann, kein Kollege der eben mal den Kopf durch die Tür streckt, niemanden den ich bei der Kaffeemaschine treffe. 

Natürlich hat es auch viele Vorteile selbständig zu sein und alleine zuhause zu arbeiten.
Familie und Arbeit lässt sich so wunderbar vereinbaren.
Zudem bin ich mein eigener Herr und Meister, kann machen was und wann ich will und die Effizienz ist auf alle Fälle grösser als wenn man in einem Grossraumbüro arbeitet. 
Aber die echten sozialen Kontakte die fehlen. 






Versteht mich nicht falsch.
Mir ist nicht langweilig. Absolut nicht und es fehlt mir auch nicht an spannenden Projekten oder guten Freunden!
Ich habe den Kopf stehts voller Ideen und mit einem Haus wird es einem sowieso nie wieder langweilig. 
Aber es sind die sozialen Kontakte die mir als Selbständige, Alleinschaffende fehlen und im Moment noch viel mehr fehlen, da ja alle Freizeitangebote wegfallen (mein geliebtes wöchentliches Fight Power mit den Mädels) die Restaurants geschlossen sind und man nicht mal abends mit der Freundin etwas trinken oder essen gehen kann.
Das waren jeweils meine Inseln.    

Für mich sind die sozialen Kontakte welche ich mit meiner Familie, meinen Freunden und Kollegen pflege wahnsinnig wichtig.
Grad weil ich unter der Woche viel alleine bin wenn die Kinder in der Schule sind.
Genau aus diesem Grund lade ich auch so gerne Familie und Freunde am Wochenende zum essen ein (und werde im Gegenzug natürlich auch gerne eingeladen). 
Und genau aus diesem Grund gebe ich auch Kreativ- und Fotoworkshops und treffe mich auch gelegentlich mit anderen Selbständigen die im selben Bereich arbeiten wie ich.
Ich liebe den Kontakt und den Austausch mit Menschen und bin sehr sozial. 
Und davon fällt nun vieles weg.





Wir Menschen sind soziale Wesen und diese verordnete Einsamkeit kann auch bei psychisch stabilen und sozial gut vernetzen Personen ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen. 

Vielleicht ist diese Kriese aber auch gut um uns das bewusst vor Augen zu führen. 
Es gibt ja in unserem System Menschen die immer einsam sind. 
Der Nachbar der ganz alleine wohnt, die Grossmutter im Altersheim...

Der Weg aus der Einsamkeit findet man nur selbst.
Wenn man nie sagt, was einem bedrückt, wie sollen das die anderen dann wissen?
Oder hättet ihr gedacht, dass ich momentan so unter dieser Situation leide, ich mich aber schon länger mit diesem Problem beschäftige?
Natürlich könnte ich mich wieder anstellen lassen. 
Aber das ist es auch nicht was ich will. 
Ich habe zu viel in mein Unternehmen investiert und will das nicht einfach an den Nagel hängen.

Ein Weg aus der Einsamkeit ist, aktiv den Kontakt zu suchen. 
Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass dies aber nicht immer ganz einfach ist.
Aber oft hilft es schon nur, wöchentlich eine Stunde Sport in einer Gruppe zu treiben. 
Oder ein kurzer Schwatz im Treppenhaus oder über den Zaun mit dem Nachbarn. 
Gerade auch an meinen Workshops entstehen immer wieder tolle Kontakte. 
Nicht nur von mir als Leiterin zu den Teilnehmern. 
Auch unter den Teilnehmerinnen beobachte ich immer wieder, dass da Kontakte und teilweise sogar Freundschaften entstehen. 

Wichtig ist zudem Ehrlichkeit und den den Mut etwas anzusprechen. 
Zu sagen, was einem bedrückt, dass man grad einsam ist und mit der Situation Probleme hat. 
Wir sind alles nur Menschen!






Momentan bleibt uns nicht viel anderes übrig als abzuwarten, positiv zu bleiben und durchzuhalten. 
Ich empfehle immer wieder einen langen Spaziergang (gerne auch in Gesellschaft) oder eine Tätigkeit draussen.
Zudem will ich mich in Zukunft mehr mit dem Thema Achtsamkeit auseinander setzten. 

 Backen ist für mich übrigens wie eine Therapie. 
Ich liebe es in der Küche zu stehen, neue Rezepte auszuprobieren und natürlich danach das Gebackene auch schön abzulichten.
Grad kürzlich habe ich diesen feinen Orangen-Käsekuchen-Gugelhupf gebacken und davon ein paar Stücke an unsere Nachbarn verteilt. 
Die Reaktionen waren durchwegs positiv und ich habe damit auch einen kurzen, sozialen Austausch generiert.  








Orangen-Käsekuchen-Gugelhupf

Das braucht es: 

Rührteig:
250 g Butter (Zimmertemperatur) + Butter für die Form
250 g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
100 g Magerquark
2 Blutorangen Bio/ Abrieb und Saft
250 g Weissmehl + Mehl für die Form
2 TL Backpulver

Käsekuchenfüllung:
2 Eier
100 g Zucker
2 EL Maizena
400 g Magerquark

Guss:
100 g Puderzucker
1-2 EL Blutorangensaft (gesiebt)


Und so wird's gemacht: 


Den Ofen auf 200 C° Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform von 2 Liter Fassungsvermögen gut mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.

Die Butter zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen.
Ein Ei nach den Anderen unterrühren.
Die Schale der Orangen abreiben und zusammen mit dem Magerquark unterrühren.
Mehl und Backpulver vermischen und kurz unter die Masse rühren.
Dabei nur so lange rühren bis das Mehl komplett untergerührt ist.
Nun die Hälfte des Teiges in die Form füllen. Mit einem Kaffeelöffel den Teig an den Rändern der Form ca. 3-4 cm hochziehen, damit es eine Vertiefung für die Füllung gibt.

Für die Käsekuchenfüllung die zwei Eier mit Zucker kurz verquirlen.
Maizena hinzufügen und mit einem Teigschaber den Magerquark unter die Masse ziehen. (Nicht zu fest rühren)
Die Käsekuchenfüllung in die Vertiefung geben.
Den Saft einer halben Blutorange dem restlichen Teig hinzufügen.
Nun den Teig auf die Käsekuchenfüllung geben, so dass die ganze Füllung bedeckt ist.
Vor dem Backen die Form 2-3 Mal kräftig auf eine stabile Unterlage schlagen damit allfällige Luft entweichen kann.
In der untere Hälfte des Ofens 45- 50 Minuten backen.
Stäbchenprobe machen. Klebt nichts mehr am Stäbchen, kann der Kuchen aus dem Ofen geholt werden und auf einem Kuchengitter komplett abgekühlt werden.
Dieser Schritt ist wichtig, damit sich der Kuchen auch gut aus der Form löst.
Ist der Kuchen komplett abgekühlt, kann er aus der Form gestürzt werden.


Für den Guss den Puderzucker mit 1-2 EL Blutorangensaft zu einer zähflüssigen Masse verrühren.
Die Masse sollte nur noch ganz langsam vom Löffel laufen.
Nun den Guss zügig über den Gugelhupf leeren und trocknen lassen.

Für ein wunderschönes Rosa sollte man übrigens möglichst eine dunkle Blutorange verwenden.

Der Kuchen lässt sich wunderbar 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.




Ich wünsche euch ganz viel Spass beim Nachbacken und auch sonst alles Gute. 
Haltet durch! 
Ich bin sicher es kommen wieder bessere Zeiten. 
Und dann wird gefeiert und Gäste eingeladen und das Zusammensein zelebriert. 

Das Veröffentlichen dieses Beitrags hat für mich übrigens auch Mut gekostet.
Gerne hält man seine kleine, perfekte Welt aufrecht. 
Gegen aussen sieht vieles oft so gut und einfach aus.  
Aber ich weiss dass es vielen von euch aktuell auch so geht, es viele aber nicht aussprechen. 
Haben wir den Mut zu sagen was uns bedrückt!
Nur so kann sich auch etwas ändern. 

Herzliche Grüsse


Gabriela










22. Januar 2021

DIY Muffinförmchen & gesunde Frühstücksmuffin

 Hallo ihr Lieben
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Es gibt ja unzählige Muffinförmchen zu kaufen, und ich habe auch eine ganze Sammlung davon. 
Manchmal passen die Förmchen aber (optisch oder auch von der Grösse her) einfach nicht.

Und so kam mir die Idee, selbst Muffin Förmchen aus Backpapier zu machen.
Das geht ganz einfach und man braucht dazu nicht viel.

- Backpapier
- Schere
- konische Tasse (oder Glas)
- etwas Wasser





Und so wird's gemacht: 


2) Schneidet euer Backpapier in Rechtecke. 
Je grösser die Rechtecke sind, desto grösser werden auch die Muffinförmchen






3) Nun nehmt ihr euch die konische Tasse zur Hand, dreht diese auf den Kopf und legt das Papier mittig auf den Boden.

 




4) Das Backpapier mit den Händen nun auf allen Seiten der Tasse entlang runter drücken. 
Damit der Boden besser hält, den Finger etwas mit Wasser befeuchten und der Kante des Bodens entlang fahren.





5 + 6) Die Ecken noch etwas nachfalten damit diese besser halten und zur Seite hin klappen.







7) Schon sind die Muffinförmchen fertig und bereit zum Befüllen.
 Damit diese nicht die Form verlieren, sollte man sie unbedingt in ein Muffinblech stellen.





Noch ein kleiner Tipp am Rande: Muffinförmchen befüllt man am einfachsten mit Hilfe eines Eisportionierers. 
So sind alle Muffins in etwa mit der selben Menge gefüllt und es gibt keine Sauerei.


 

Ich habe darin übrigens gesunde, sehr leckere Frühstücksmuffins gebacken. 
Das Rezept findet ihr im aktuellen Blogpost von Emmeküche hier
Die Muffins kann ich euch wärmstens empfehlen. 
Sie machen nicht nur auf jedem Frühstückstisch eine gute Figur, sondern eignen sich auch besten als gesunde Zwischenmahlzeit für unterwegs. 






Ich wünsche euch viel Freude beim kreativen Werkeln und Backen und ein tolles Wochenende.

Herzlichst

Gabriela






* Das Rezept für die gesunden Frühstücksmuffins entstand in Kooperation mit Emmeküche



19. Januar 2021

Marroni-Schoko-Gugels mit Mascarponefüllung

 Ihr Lieben 

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr bleibt trotz der angespannten Lage positiv. 
Januar ist nun nicht grad mein bevorzugter Monat und auch mit dem Februar kann ich mich nicht so recht anfreunden. 
Wenn dann noch erschwerte Umstände wie ein erneuter Lookdown dazu kommen, dann könnte es schwierig werden. 
Höchste Zeit also, hier Gegensteuer zu geben. 
Die beste Medizin gegen Winterblues, Depression und wenn einem die Decke droht auf den Kopf zu fallen, ist und bleibt für mich die Natur. 
Nirgendwo kann man so viel Energie tanken wie draussen an der frischen Luft. 
So nehme ich mir auch immer mal wieder eine kleine Auszeit und gehe raus. 
Meist reicht es nur für einen kleinen Spaziergang. 
Aber schon nur das tut einfach wahnsinnig gut.

Bekanntlich sind wir Menschen ja alle ein bisschen unterschiedlich und so tankt auch jeder auf seine Weise neue Energie. 
Die einen mögen es einfach nur faul auf dem Sofa rum zu lümmeln, andere stapfen Stunden lang durch den Schnee und wiederum andere stehen am liebsten in der Küche und backen etwas. 
Ich gehöre definitiv zur letzten Sorte. 
Backen ist für mich fast wie Meditation (ausser zwei Kinder stehen auch noch in der Küche.)




Vergangenes Wochenende habe ich feine Marroni-Schoko-Gugels gebacken und mit einer Mascarpone Crème gefüllt.

Die Marroni-Schoko-Gugels waren richtig gut und wurden gelobt!
Zudem ist es ein einfaches Rezept und die Mini-Gugels lassen sich prima vorbereiten. 
Deswegen gebe ich euch das Rezept gerne weiter. 


Marroni-Schoko-Gugels mit Mascarponefüllung

Gugels
3 Eier
1 Prise Salz
150 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Messerspitze Zimtpulver
60 g Schokolade grob gehackt
250 g Marronipürée (Vermicelle – aufgetaut)
2-3 EL Milch
200 gemahlene Mandeln
50 g Weissmehl
1 TL Backpulver

Füllung
250 g Mascarpone
200 ml Vollrahm
1 EL Puderzucker
1 EL Puderzucker zum bestreuen. 


So wird's gemacht: 

Die Eier trennen, in einer Schüssel das Eiweiß mit Salz steif schlagen und bis zur weiteren Verarbeitung zur Seite stellen.
In einer separaten Schüssel die Eigelb mit Butter, Zucker und Zimt schaumig rühren.
Die Schokolade grob hacken und zusammen mit dem Marronipürée und der Milch unterrühren.
Die gemahlenen Mandeln mit dem Backpulver und Mehl mischen und unter die Masse rühren.
Zum Schluss den Eischnee vorsichtig mit dem Teigschaber unter die Masse ziehen.
Mit Hilfe eines Glacé Portionierers die kleinen Gugelförmchen füllen.
(Ich verwende dafür immer Silikonbackförmchen.)
In der Mitte des Ofens bei 200°C Unter- und Oberhitze ca. 20 Minuten backen. Stäbchenprobe machen.
Klebt nichts mehr am Stäbchen, sind die Gugels genug gebacken und können aus dem Ofen geholt werden.
Auf einem Kuchengitter komplett abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit für die Füllung Mascarpone und den flüssigen Vollrahm zusammen mit dem Puderzucker in eine Schüssel geben. 
Mit dem Schwingbesen so lange rühren, bis eine streichfähige Masse entstanden ist. 
Achtung, nicht zu lange rühren, weil sonst die Masse flockig wird. 
Die Crème in einen Spritzsack mit grosser Lochtülle füllen und zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank stellen. 

Sobald die Gugels abgekühlt sind, können diese aus der Form geholt und horizontal in der Mitte halbiert werden. 
Nun wird die Füllung mit dem Spritzsack auf den unteren Teil der Gugels gespritzt und der obere Teil wieder darauf gesetzt. 
Kühl lagern und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen. 


Die Bilder mit der heissen Schokolade im Schnee sind übrigens schon vor ein paar Tagen entstanden.
All jene die mir bei Facebook oder Instagram folgen, haben das eine bereits gesehen. 

Ich habe da manchmal so Ideen im Kopf, die mich dann nicht mehr loslassen. 
Und als es bei uns in der Gegend genügend Schnee hatte, lies ich zu Hause alles stehen und liegen und fuhr hoch in den Wald. 
Im Gepäck jede Menge Accessoires zum fotografieren, heisse Schokolade in Thermosflaschen und eine kleine Portion Angst. 
Jawohl, ich gebe es zu: Ich hasse Autofahren auf verschneiten oder vereisten Strassen. 
Zum Glück ist nichts passiert und ich war so ziemlich alleine im Wald mit meiner heissen Schoggi und der Kamera. 
Kein Wunder, es kam auch grad ein Schneesturm auf.
Doch die Mühe hat sich gelohnt .
Raus gekommen sind schöne Winterbilder an denen ich wirklich viel Freude habe.

 




Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Freude beim Nachbacken, viel Freude draussen in der Natur und immer alles Gute.  

Herzliche Grüsse

Gabriela